Gerber Architekten gewinnen RIBA Middle East Award 2025 für King Salman Park in Riad

Der King Salman Park in Riad, geplant unter der Leitung von Gerber Architekten, erhielt den RIBA Middle East Award 2025 für sein zukunftsweisendes Konzept ökologischer Stadttransformation. Das Projekt gilt als Meilenstein nachhaltiger Landschaftsarchitektur in ariden Klimazonen und ist Teil der Saudi Vision 2030.
Visualization by Gerber Architekten Visualization by Gerber Architekten
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Ein ehemaliger Flughafen, eine Stadt in der Wüste und ein Landschaftsprojekt mit planetarer Relevanz: Gerber Architekten wurden im November 2025 mit dem erstmals verliehenen RIBA Middle East Award in der Kategorie Future Project ausgezeichnet. Der Preis, vergeben vom renommierten Royal Institute of British Architects, würdigt das visionäre Design des King Salman Park in Riad – einer Anlage, die nicht nur neue Maßstäbe für urbane Lebensräume unter Extrembedingungen setzt, sondern auch für eine globale Diskussion um nachhaltige Stadtplanung relevant ist.

Visualization by Gerber Architekten
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Ein Park als Klimainitiative

Das Projekt ist so ambitioniert wie symbolisch: Auf dem Gelände des einstigen Flughafens von Riad entsteht eine urbane Parklandschaft von nie dagewesenem Ausmaß. Mit einer Fläche von 16,7 Quadratkilometern handelt es sich um das aktuell weltweit größte Stadtparkprojekt. Was auf dem Papier monumental klingt, zeigt in der Umsetzung ein bemerkenswert feinsinniges Verständnis für regionale Bedingungen: Wüstenboden wurde fruchtbar gemacht, eine effiziente, nachhaltige Wasserinfrastruktur entwickelt, klimaresistente Vegetation kultiviert – alles in enger interdisziplinärer Abstimmung zwischen Architekten, Ingenieuren und Umweltforschern.

Visualization by Gerber Architekten
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Gerber Architekten als federführendes Büro

Das Joint Venture für Planung und Realisierung wurde von der King Salman Park Foundation initiiert. Den Zuschlag für das Design erhielt ein Trio aus Gerber Architekten, Buro Happold und Setec, wobei Gerber Architekten die Leitung übernahmen. Die technische Planung liegt bei den beiden internationalen Ingenieurbüros. Das Resultat ist ein fein abgestimmter Entwurf, der städtebauliche Ambitionen, ökologische Herausforderungen und soziale Dimensionen klug miteinander verknüpft.

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Prof. Eckhard Gerber betonte die überregionale Bedeutung des Projekts: Der Park sei ein Beispiel dafür, wie ökologische Innovation, kulturelle Resonanz und soziale Wirkung zu einem integrativen Konzept verschmelzen können – und gerade in einem hochklimatischen Umfeld wie dem der arabischen Halbinsel neue Wege für urbane Lebensqualität aufzeigen.

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Saudi Vision 2030 – Architektur als Strategie

Hinter dem Projekt steht auch eine politische und gesellschaftliche Agenda: Im Rahmen der Saudi Vision 2030 positioniert sich das Königreich zunehmend als Akteur einer postfossilen Zukunft. Der King Salman Park wird dabei zu einem urbanen Leuchtturm, der den Wandel nicht nur architektonisch inszeniert, sondern auch konkret mitgestaltet. Die Idee einer „lebendigen und gesunden Umwelt“ wird hier nicht rhetorisch behauptet, sondern landschaftlich verankert – ein Unterschied, der Wirkung zeigt.

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Ein Preis mit Signalwirkung

Dass das RIBA den Middle East Award erstmals vergab – und dann gleich an ein Projekt dieser Größenordnung und Bedeutung – unterstreicht die Relevanz des Vorhabens weit über die Region hinaus. Die Preisverleihung im Rahmen der Dubai Design Week markierte dabei nicht nur einen feierlichen Moment, sondern auch einen stillen Paradigmenwechsel: Architektur ist nicht länger nur gebautes Objekt, sondern zunehmend gestaltete Umwelt – mit Verantwortung, Weitsicht und Wirkung.

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