Es gibt Gebäude, die mehr sind als bloße Bauwerke – sie sind Haltung, Stadtgeschichte in Backstein, architektonisches Statement. Das Main Plaza am südlichen Mainufer gehört zweifellos dazu. Nun beginnt für den ikonischen Turm ein neues Kapitel: Unternehmer Michael Schramm, Gründer der Apartmentresidenz-Gruppe, übernimmt das Haus und verpasst ihm unter dem neuen Namen „Main Plaza Suite Tower“ ein ebenso ambitioniertes wie zukunftsgewandtes Konzept.

Hochhauspoesie aus der Art-Déco-Schule
Das 1999 fertiggestellte Hochhaus, ein Werk des Berliner Architekten Prof. Hans Kollhoff, gilt als deutsche Hommage an die goldene Ära der New Yorker Skyline. Inspiriert von den ikonischen Formen der 1920er-Jahre, ließ Kollhoff eine architektonische Liebeserklärung in rotbraunem Klinker entstehen, irgendwo zwischen Empire State Building und Sachsenhausen. Dieses gestalterische Erbe wird nun respektvoll überarbeitet: Die ursprüngliche Formensprache bleibt erhalten, wird aber mit modernen Details und aktuellen technischen Standards neu interpretiert.
Luxuriös wohnen, hybrid gedacht
Schramm verfolgt mit dem Projekt einen klaren Plan: Das Haus soll sich als Hybrid aus Hotel und Boardinghouse neu etablieren. Dabei setzen er und sein Team auf ein selten gewordenes Gut: Raum. Mit durchschnittlich über 50 Quadratmetern pro Einheit zählen die Suiten zu den größten Hotelzimmern Deutschlands – ideal für Geschäftsreisende, Expats, Familien oder Menschen in Übergangsphasen des Lebens.

120 Einheiten, darunter 17 Luxuswohnungen und ein Penthouse mit Blick auf die Skyline, werden mit eigener Pantryküche, schnellem Glasfaser-Internet und smarter Haustechnik ausgestattet. „Ob für eine Woche oder mehrere Monate – das Main Plaza bietet künftig die perfekte Balance aus Selbstständigkeit und Service“, so Schramm. Und wer nachts Hunger bekommt, wird im 24/7-Kiosk fündig, der ganz ohne Personal auskommt.
Digitalisierung trifft auf Dienstleistung mit Seele
Digitalisierung ist hier kein modisches Etikett, sondern durchdachtes Element des Gesamtkonzepts. Der Check-in erfolgt rein digital, klassische Schlüssel werden durch das Smartphone ersetzt. Tablets mit Digital Concierge-Service begleiten die Gäste durch ihren Aufenthalt – vom Wäscheservice bis zur Tischreservierung. Gleichzeitig werden Rezeptionisten zu persönlichen Gastgebern, frei von administrativen Routinen.

Diese Verschiebung sorgt nicht nur für Effizienz, sondern auch für Nachhaltigkeit. Das papierlose Verwaltungssystem spart jährlich die Ressourcen von 17 Bäumen – ein kleiner, aber konkreter Beitrag zum Umweltschutz, der ohne grüne Rhetorik auskommt.
Wellness mit Mainblick und Working Spaces mit Weitblick
Der Spa- und Fitnessbereich des Hauses erstreckt sich über 450 Quadratmeter – mit vier Saunen und einem Pool, der sich spektakulär zum Main hin öffnet. Im Businesscenter stehen modern ausgestattete Besprechungsräume zur Verfügung. Auch an die mobile Arbeitswelt ist gedacht: schnelles WLAN, flexible Officelösungen und Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten sind Teil des Konzepts.

Comeback der Legende: Die Bar lebt wieder
Ein emotionales Detail dürfte besonders viele Frankfurter nostalgisch stimmen: Die legendäre „Harry’s New York Bar“, lange ein Treffpunkt für Jazzliebhaber, Nachtmenschen und Zigarrenfreunde, erlebt ihre Renaissance. Sie wird zur klassischen Bar mit Cigar Lounge, eingebettet in das neu gestaltete Lobbykonzept, das mit regelmäßiger Livemusik auch externe Gäste anziehen soll – ein Ort, der bewusst zwischen Gastlichkeit und urbanem Flair balanciert.
Umbau bei laufendem Betrieb
Der Umbau des Main Plaza Suite Tower erfolgt etagenweise – bei laufendem Hotelbetrieb. Erste öffentliche Bereiche, Spa und Fitnessflächen werden bereits vor Abschluss der umfassenden Renovierung zugänglich sein. Der offizielle Abschluss der Arbeiten ist für 2026 vorgesehen. Schramm betont, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein technisches Ziel sei, sondern eine Haltung. Das Gebäude solle künftig wieder das sein, was es einst war: „Ein ikonischer Ort mit Charakter, Komfort und Charme.“

Ein Unternehmer mit Plan
Michael Schramm ist in der Branche kein Unbekannter. Als ehemaliger Bankier mit einem Gespür für urbane Wohnformen hat er sich mit der Marke StarApart und seiner Gastronomiegruppe Isoletta längst etabliert. Mit rund 800 Einheiten im Rhein-Main-Gebiet zählt er zu den führenden Anbietern im Longstay-Bereich. Die Übernahme des Main Plaza markiert für ihn einen symbolischen Schritt: die Verbindung von Tradition, moderner Gastlichkeit und urbanem Lebensgefühl auf höchstem Niveau.